Die Geschichte des Billards liegt etwas im Dunkeln. Eine genaue Herkunftsangabe lässt sich kaum bestimmen, doch Historiker führen seine Entstehung bis ins 13. Jahrhundert zurück, in dem Ballspiele, wie Croquet und Criquet besonders an den königlichen Höfen besonders beliebt waren. Diese Spiele wurden bei gutem Wetter in den königlichen Hofgärten gespielt. Um auch bei schlechtem Wetter nicht auf diese beliebten Ballspiele verzichten zu müssen, verlagerte man das Ganze auf eine Art Miniatur-Spielanlage – der Billardtisch war geboren. Bereits Ludwig XI hatte sich von einem französischen Kunsttischler einen solchen Tisch anfertigen lassen und wurde zum begeisterten Billardspieler.
In den folgenden Jahrhunderten wurde das Billardspiel immer beliebter und hatte seinen festen Platz in den europäischen Ballhäusern. Der „hölzerne Stock“, den wir heute als Queue bezeichnen wurde immer weiterentwickelt. Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckte der Franzose Francois Mingaud, der sich seine Zeit in der Gefängniszelle mit Billard vertrieb, den Effekt eines Lederstücks auf der Spitze des Queues. Dies ermöglichte eine genauere Treffsicherheit der Billardkugel und verhinderte das Abrutschen. Im Laufe der Jahre wurde die Billardkreide zu einem wichtigen Utensil für jeden Billardspieler. Bereits 1903 wurde in Paris die erste große Billard-Amateur – Weltmeisterschaft veranstaltet, die auf großes Interesse stieß. Die beiden großen Weltkriege hinterließen jedoch auch im Billardsport ihre Spuren. Die besten Spieler der Welt hatten keine Gelegenheit mehr, sich in internationalen Wettkämpfen zu messen. Die folgende Wirtschaftskrise im Jahr 1929 beeinflussten besonders die zahlreichen Berufsspieler, die mit dem Billard – Spiel ihren Lebensunterhalt verdienten. Die immer weiter fortschreitende technische Entwicklung, wie das Fernsehen, nahm den Spielern zunächst die Zuschauer, die ihre Abende vorwiegend am heimischen Fernsehgerät verbrachten.
Eine neue Dimension des Billards wurde jedoch in England in den 60ziger Jahren entwickelt. Der britische Fernsehsender BBC versuchte seine Zuschauer von der Macht des Farbfernsehens zu überzeugen und suchte nach einem Format. Snooker war geboren. Billard und Snooker wurde durch die Besatzungskräfte auf dem europäischen Festland immer weiter verbreitet. Im Gegensatz zum traditionellen Poolbillard wird beim Snooker mit nur 3 Bällen gespielt. Das Ziel des Spiels ist es nicht, die Bälle zu versenken, sondern sie nach einer bestimmten vorgegebenen Reihenfolge zu treffen.